Freie Wohlfahrtspflege, Jobcenter und Agentur für Arbeit unterzeichnen Kooperationsvertrag

    Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW), die Menschen mit Migrationsgeschichte im Land Bremen berät, das Jobcenter Bremen und die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven bauen Ihre gute Zusammenarbeit weiter aus. Sie unterzeichneten am Freitag, 10. Dezember 2021, eine Kooperationsvereinbarung.

    Bremen – Zugewanderte Menschen benötigen nach ihrer Ankunft ein vielfältiges Angebot an Unterstützung und Beratung. Die Integrationsberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände sind oftmals ihre erste Anlaufstelle. Dort erhalten sie Hilfestellung bei Behördengängen, bei Fragen zum Familiennachzug oder bei Maßnahmen. „Außerdem suchen viele der Geflüchteten, die 2015 nach Bremen gekommen sind, nach einer Arbeit. Diese ist für viele Menschen elementarer Bestandteil einer gelungenen Integration“, sagt die Landeskoordinatorin für Migration, Lucyna Bogacki. „Viele haben auch bereits eine Arbeit gefunden.“

    Um die Menschen bestmöglich unterstützen zu können, arbeiten die 15 Beratungsstellen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Caritas, der Diakonie und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) eng mit anderen Institutionen zusammen: vor allem mit dem Jobcenter Bremen und der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der LAG der Freien Wohlfahrtspflege, dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit soll künftig den Integrationsprozess durch kurze Wege weiter ausbauen.  

    Rund 30.000 Menschen mit Migrationsgeschichte beziehen Leistungen durch das Jobcenter Bremen, Tendenz steigend. Ihr Beratungsbedarf ist komplex. „Eine gute Vernetzung zwischen den Wohlfahrtsverbänden und dem Jobcenter ist deshalb wichtig“, sagt Bogacki. Bereits im ersten

    Gespräch beim Jobcenter bekommen die Menschen den Hinweis auf die Beratungsstellen, die auf ihre Bedarfe spezialisiert sind. „Für uns sind die Beratungseinrichtungen der Wohlfahrtspflege gute und wichtige Partnerinnen, um diese Menschen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder sie mit Ausbildung oder anderen Maßnahmen gezielt zu fördern“, sagt Thorsten Spinn, Geschäftsführer des Jobcenters Bremen.

    Die Vereinbarung sieht vor, dass sich alle Beteiligten regelmäßig austauschen; Fortbildungen für Beschäftigte sind geplant. „Unsere Beraterinnen und Berater können zum Beispiel den Fachkräften aus dem Jobcenter aus ihrer Praxis erzählen und ihre Erfahrungen aus der kultursensiblen Arbeit weitergeben “, sagt Lucyna Bogacki.  „Mit der Kooperationsvereinbarung sind die Weichen für eine zukunftsweisende und strukturierte Integrationsbegleitung gestellt.“

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