Coronavirus: Pflegeheime und Pflegedienste in Bremen und Bremerhaven sind vorbereitet

Professionelles Hygienemanagement in Einrichtungen und Pflegediensten

Pflegeheime und ambulante Pflegedienste sind auf die aktuelle Situation im Zusammenhang mit einzelnen Infektionsfällen mit dem Coronavirus vorbereitet. Das bestätigen der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen (LAG FW). Altenpflegeunternehmen und -träger seien ohnehin in der Infektionsprävention geübt.

„Wir pflegen und betreuen ältere und oft mehrfach erkrankte Menschen, da gehört eine professionelle Hygiene zum Alltag“, erklärt der Bremer bpa-Landesvorsitzende Sven Beyer. „In Vorbereitung auf eventuelle Infektionsfälle mit dem Coronavirus überprüfen Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste in Bremen derzeit noch einmal ihre Hygienepläne und klären Patienten, Bewohner und Angehörige über sinnvolle und notwendige Maßnahmen auf.“
Dazu gehöre auch der Hinweis auf die Handdesinfektion für Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen, damit möglichst keine Keime von außen hereingetragen werden, sagt Dr. Arnold Knigge, Vorstandssprecher der LAG FW. „Angehörige und Gäste werden gezielt auf eine gute Händehygiene hingewiesen. Das ist jedoch auch bei jeder Grippewelle üblich.“
Der bpa und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bremen beobachten die weiteren Entwicklungen und die jeweils aktuellen Empfehlungen des Landesgesundheitsamtes und des Robert-Koch-Instituts, um die Einrichtungen und Dienste zu informieren und eventuelle Anpassungen der Schutzvorkehrungen zu veranlassen.
Sollte es in einer Pflegeeinrichtung tatsächlich zu einer Infektion mit dem Coronavirus kommen, griffen sofort vorbereitete Krisenpläne, so der bpa-Landesvorsitzende Beyer und der LAG FW-Vorstandssprecher Knigge. „Solche Ablaufpläne sind standardmäßig Teil der Qualitätshandbücher der Häuser und sorgen dafür, dass schnell der notwendige Kontakt zu Ärzten und Behörden hergestellt wird.“
Die Verbände stünden in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden des Landes, mit niedergelassenen Ärzten, Arbeitsmedizinern und Hygienefachleuten. „Dabei haben wir neben dem Wohl von Bewohnern, Patienten und Klienten natürlich auch die Gesundheit der Pflegenden und Betreuungsmitarbeitenden im Blick“, so Beyer und Knigge. Grundsätzlich laufe in der Bremer Altenpflege derzeit eine konzentrierte, aber gelassene Vorbereitung ab.

Kontakt:
Martina kleine Bornhorst, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bremen e.V., Bahnhofstr.32, 28195 Bremen, E-Mail: lag@sozialag.de, Telefon: 0421-33573126,

Johanna Kaste, Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., Landesgruppe Bremen/Bremerhaven, Wachtstraße 17–24, 28195 Bremen, E-Mail: bremen@bpa.de, Telefon: 0421-68544175, www.bpa.de/bremen