Die SozialAG in Bremen - Partner der Gesundheits- und Sozialwirtschaft
Verbesserung der individuellen Lebenslagen, Förderung der Bürgerbeteiligung sowie Integration und Solidarität unter den Menschen – das möchte die Freie Wohlfahrtspflege mit ihrem Engagement in Deutschland und damit auch in Bremen erreichen. Im kleinsten Bundesland arbeiten sieben Verbände in der Landesarbeitsgemeinschaft, der LAG, zusammen:
- Arbeiterwohlfahrt (AWO)
- Caritasverband (CV)
- Der Paritätische (DPWV)
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK
- Diakonisches Werk (DW)
- Jüdische Gemeinde
- Bremerhavener Volkshilfe
Die SoziaLAG hat sich zu einem starken Partner der Gesundheits- und Sozialwirtschaft entwickelt. Insgesamt beschäftigen die Verbände mit ihren jeweiligen Untergliederungen rund 18.000 bis 20.000 Arbeitnehmer/innen. Hinzu kommen noch etwa 2.800 Ehrenamtliche.
Die großen Wohlfahrtsverbände haben - entgegen dem allgemeinen Trend - in den vergangenen Jahren neue Arbeits- und auch Ausbildungsplätze geschaffen. Die LAG betreibt in Bremen 744 Arbeitsstätten, zu denen Einrichtungen und Dienstleistungsangebote mit rund einer halben Milliarde Euro Umsatz gehören. Hinter diesen nüchternen Zahlen stecken unzählige hilfsbedürftige Menschen mit ihren Einzelschicksalen. Dem begegnen die Verbände begegnen mit ihren vielfältigen Angeboten. Ihre Leistungen für das Gemeinwesen und auch für den sozialen Frieden sind ein wichtiger Bestandteil des Sozialstaates. Sie garantieren die Pluralität sozialer Hilfen und gewährleisten so das Wahlrecht der Bürgerinnen und Bürger.
Bremen auf einen Blick
Im Zwei-Städte-Staat Bremen, dem mit rund 400 Quadratkilometer kleinsten der 16 Bundesländer, leben rund 680.000 Einwohner - davon 550.000 in der Hansestadt Bremen und 130.000 in der Seestadt Bremerhaven.
Die Bremer sind stolz auf ihre 1.200 Jahre alte Geschichte, auf DaimlerChrysler, Luft- und Raumfahrtindustrie, auf den High-Tech-Standort und Werder Bremen. Bremen hat aber auch - bedingt durch die Struktur des Stadtstaates - erhebliche Probleme zu bewältigen: viele Arbeitslose (41.700 oder 12,4%) und Sozialhilfeempfänger (433,5 Mio Euro Sozialhilfe pro Jahr), eine erdrückende Schuldenlast. Außerdem ist Bremen besonders multikulturell: Hier leben 126.000 Menschen mit Migrationshintergrund, 18,5% der Bevölkerung.
Für soziale Dienstleistungen fehlen allerdings zunehmend die finanziellen Mittel. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege reagieren darauf nach Möglichkeit weniger mit dem Abbau der Angebote als mit der Initiierung vieler innovativer Ideen.
Die SoziaLAG ist schon etwas Besonderes im kleinsten Bundesland.
Die Besonderheit der Bremer SoziaLAG
Das besondere Klima, die kurzen Wege bleiben nicht ohne Wirkung auf die Gestaltung der Beziehungen. Kurzfristig mit dem zuständigen Senator ein Problem lösen - in Bremen ist dies durchaus möglich, auch nach alter hanseatische Art per Handschlag. Die SoziaLAG verfügt über ein dichtes Netz von Kontakten und Verbindungen.
Als Partner in der Sozialwirtschaft ist die SoziaLAG parteiübergreifend anerkannt. Ob in politischen Gremien oder in fachlichen Arbeitskreisen - die SoziaLAG mischt sich ein, um die notwendigen Hilfebedarfe der gesellschaftlichen Gruppen sicher zu stellen, Interessen zu bündeln, zu gestalten und umzusetzen. Unterschiedliche Positionen - Minderheitenvoten - im Rahmen der sozialen Arbeit einzelner Mitgliedsorganisationen und Bevölkerungsgruppen werden ebenso selbstverständlich wahrgenommen wie auch akzeptiert.
